Einschulungsfeier 2026

Wochenlang war kein Regen in Sicht. Die Sonne schien kontinuierlich vom Himmel und wir konnten vier Hitzewellen erleben. Wie war es nun am Einschulungstag? Schließlich ein wichtiger Tag im Leben jedes Kindes. Eingeschult wird man schließlich nur einmal. Der letzte Blick um halb 9 sagte etwas Nieselregen gegen 11 Uhr voraus.

Die Einschulungsfeier begann um 9.00 Uhr mit einem Einschulungsgottesdienst in der Heilig Kreuz Kirche. Thematisch ging es darum, dass Gott über alle seine Hände hält.

Kurz nach 10.00 Uhr ging es dann auf dem Schulhof weiter. Unsere i-Männchen suchten sich einen Platz und man merkte ihnen doch die Anspannung etwas an.

Herr Pyka begrüßte als Schulleiter der Wilhelmschule ganz herzlich die anwesenden Kinder, Eltern, Erziehungsberechtigten, Verwandten und Freunde. Der Schulhof platzte während seiner Rede fast aus allen Nähten.

Ein kleiner Auszug aus seiner Rede für unsere neuen Superheldinnen und -helden der Wilhelmschule.
„Heute ist ein ganz besonderer Tag. Ein Tag, auf den ihr lange gewartet habt – voller Aufregung, Spannung und vielleicht auch ein bisschen Bauchkribbeln. Denn heute beginnt für euch ein großes Abenteuer: der erste Schultag. Aber das ist nicht irgendein Abenteuer. Nein – heute werdet ihr zu etwas ganz Besonderem: Heutet werdet ihr zu Superheldinnen und -helden unserer Schule!“

Die Kinder hatten direkt Ideen, was Superheldinnen und -helden ausmacht und welche Superheldenkräfte sie selbst besitzen. So kamen z.B. folgende Antworten: „Ich bin ganz schnell. Ich habe ganz viel Phantasie. Ich kann gut boxen. Ich bin stark. Ich bin hilfsbereit. Eis esse ich gerne.“ (keine Verpflichtung für Superheldinnen und -helden! Grins!!)

Und weiter ging es mit Herrn Pykas Rede: „Was macht eigentlich einen echten Superhelden aus? Er oder sie ist mutig. Er oder sie stellt sich neuen Herausforderungen. Und: Eine Superheldin und ein Superheld lernen jeden Tag dazu!“

Dann bekam stellvertretend für jede Klasse ein Kind von Herrn Pyka ein Superheldencape überreicht. Dieses Cape darf jede Klassenlehrerin täglich einem anderen Kind geben, sodass bis zu den Herbstferien alle einmal der/die Tagessuperheld*in sein kann.

Die Musikanlage bediente während der Veranstaltung Frau Häuser. Unter Leitung von Frau Häuser startete unser Schulchor mit dem Lied Wir wollen euch begrüßen. Souverän präsentierte der Schulchor das eingeübte Lied, obwohl ja die ehemaligen 4. Schuljahre fehlten und der Chor sich erst wieder neu bilden muss. Herzlichen Dank!

Hier war noch kein Regen in Sicht, auch wenn es grau am Himmel war.

Die Moderation der Veranstaltung übernahmen Leni und Ben aus dem 2. Jahrgang.

Im Anschluss startete die Klasse 2c mit dem Lied Verliebte Zahlen.

An dieser Stelle musste Herr Pyka die Einschulungsfeier leider abbrechen. Es fing an zu regnen. Noch wenig, aber jeglicher Regenradar zeigte eine große Regenwolke und auch ggf. eine Gewitterfront an. Daher mussten Frau Ophaus (1a), Frau Meyer (1b) und Frau Reimann (1c) möglichst schnell, aber dennoch in Zweierreihen mit den Kinder in die Klassen gehen.
Kurz nachdem die Kinder im Trockenen waren, fing es dann leider auch an, stark zu regnen, sodass die Eltern kurzfristig in die Turnhalle ausweichen mussten.

Unterm Schirm konnte man es aushalten.
Innerhalb weniger Minuten war alles klitschnass.

Das fehlende Programm der 2a und 2c wird für die Kinder aus dem 1. Schuljahr am Montag vorgeführt. Einfach nur schade!

Die Familien machten das Beste aus der Situation und konnten es sich bei Kaffee, Kuchen und Brötchen gut gehen lassen. Auch die jüngeren Geschwisterkinder, die für Schule einfach noch zu klein sind, konnten den Tag genießen und sich mit einem leckeren Brötchen stärken. Ein großer Dank an das Elternteam des 2. Jahrganges, die spontan umorganisiert haben und mit Kuchenblechen und Brötchen durch die Turnhalle gingen und die Gäste bedienten.

Die Geldspenden erhält der Förderverein. Das Geld wird für die Einkäufe für das wöchentliche Schulfrühstück und für unsere diesjährige Projektwoche im Juni (Tambo, Tambo – Trommelzauber) genutzt. Na, wie viel Geld ist da wohl in den Willi-Spardosen angekommen? Das Geld wurde mittlerweile gezählt und es sind unglaubliche 495,40 €. Wow!!!! Herzlichen Dank an alle, die Geld gespendet haben.

Viele Eltern nutzten die Gelegenheit, um das Willi-Schul-T-Shirt zu bestellen. Darum kümmerten sich die Klassenlehrkräfte des 3. Jahrgangs Frau Bonk, Frau Dieninghoff und Frau Kastelan.

Herzlichen Dank an die fleißigen Helfer*innen des 2. Jahrgangs, Frau Tiris (1. Vorsitzende des Fördervereins), das Kollegium der Wilhelmschule, die OGS-Kräfte und alle, die uns im Rahmen der Einschulungsfeier unterstützt haben. (Go/Py)

Crossboccia als Bewegungs- und Pausenangebot an der Wilhelmschule

In Absprache und im Namen des Fördervereins unserer Wilhelmschule reicht die Schulleitung schon seit sehr vielen Jahren regelmäßig Projektanträge bei Gelsenwasser von klein auf – Bildung ein. Auch in diesem Jahr haben wir wieder Glück gehabt und der Projektantrag wurde von der Jury bewilligt.

An unserer Wilhelmschule spielt die bewegte Pause eine zentrale Rolle für das soziale Lernen, das Wohlbefinden sowie  für die gesunde Entwicklung der Schüler*innen. Durch die OGS verbringen außerdem viele Kinder einen Großteil ihres Tages in der Schule. Umso wichtiger ist es, in den Pausenzeiten sowohl im Vormittags- als auch im Nachmittagsbereich gezielte Bewegungs- und Spielangebote zu schaffen, die Aktivität und gemeinschaftliches Miteinander fördern. Im Schulalltag zeigt sich zunehmend, das klassische Pausenspiele zwar weiterhin genutzt werden, gleichzeitig aber neue Impulse benötigt werden, um mehr Kids zum gemeinsamen Spielen zu motivieren und bestehende Spielgruppen zu durchmischen. Insbesondere niedrigschwellige, schnell erlernbare Trendsportarten bieten hier großes Potential.

Deshalb beantragte Herr Pyka, Schulleiter, 2026 ein Pausenspielzeug für alle Klassen: Crossboccia. Was ist das denn? Crossboccia, auch Crossboule genannt, gilt als deutlich flexiblere Variante des französischen Boule-Spiels und des italienischen Boccias. Crossbocciakugeln sind sehr viel leichter als die traditionellen Kugeln. Sie sind weich, oft mit Granulat gefüllt und rollen kaum, sondern bleiben schnell liegen. So ist es möglich, das Spiel auch jenseits fester Bahnen zu spielen. So kann man das Spiel auch auf Treppen, Mauern, Bänken & Co spielen, drinnen und draußen. In der Regel dreht sich dabei alles um den sogenannten Pallino. Diese kleine robuste Zielkugel wird als Erstes geworfen. Jede*r Mitspieler*in erhält außerdem drei Bälle. Wer mit seinem Spielball dem Zielball (Pallino) möglichst nah kommt, gewinnt die Runde. Es wird dabei reihum geworfen, wobei derjenige, dessen Ball am weitesten weg ist, als Nächstes werfen muss. Natürlich können unsere Mädchen und Jungen auch kreativ sein und eigene Spielregeln aufstellen.

Die neue Sportart Crossboccia wurde nach und nach in allen Klassen vorgestellt und unsere Schüler*innen lernten die Spielregeln und die Spielmöglichkeiten kennen, z.B. Wurftechniken, Fair-Play-Prinzipien, kreative Spielformen wie ein Parcours oder Zielwerfen. Im neuen Schuljahr werden nun alle Klassen Crossboccia erhalten, da nun alle bestellten Pakete angekommen sind. In der ersten Erprobungsphase wird Crossboccia in den Pausen (Ausleihprinzip in den Klassen), in Bewegungszeiten, im Sportunterricht und in der OGS ausprobiert. Unsere Kids zeigten sich in der Einführphase begeistert von dem neuen Spielangebot.   (Go/Py)

Unser Schulhund Pino tritt seinen Dienst an

Hallo zusammen! 🐾

Ich bin Pino und möchte mich heute endlich einmal vorstellen. Ich bin ein junger schwarzer Zwergpudel und wünsche mir, einmal ein richtiger Schulhund zu werden.

Dafür lerne ich im Moment ganz fleißig gemeinsam mit Frau Bonk. Unsere theoretische und praktische Ausbildung haben wir bereits erfolgreich bestanden. Im kommenden Schuljahr werde ich sie regelmäßig in der Schule begleiten und weiter üben, bis wir unsere Abschlussprüfung geschafft haben.

Heute durfte ich etwas ganz Aufregendes erleben: Ich war zum ersten Mal in einer so großen Kindergruppe! Ehrlich gesagt war ich vorher ziemlich gespannt. Aber die Kinder der Klasse 4b haben es mir ganz leicht gemacht. Sie waren freundlich, ruhig und haben mir Zeit gegeben, alles in meinem eigenen Tempo kennenzulernen. So konnte ich ganz entspannt schnuppern, beobachten und natürlich auch viele Streicheleinheiten genießen.

Besonders schön fand ich, dass ich die Kinder noch kennenlernen durfte, bevor sie nach den Sommerferien auf ihre neuen Schulen wechseln. Frau Bonk hat mir erzählt, dass sie sie bei ihrer wichtigen Prüfung ganz toll unterstützt haben. Deshalb wollte ich mich natürlich auch persönlich verabschieden.

Für mich war es ein wunderschöner erster Schultag  und ich glaube, die Kinder hatten genauso viel Spaß wie ich. 💚

Jetzt freue ich mich schon riesig auf das neue Schuljahr, denn dann werde ich mein Frauchen regelmäßig in ihre Klasse 3a begleiten und ich bin schon ganz gespannt darauf, viele weitere Kinder an der Wilhelmschule kennenzulernen. Zwischendurch werde ich mir natürlich auch mal die Kolleginnen und Kollegen sowie die anderen Mitarbeiter*innen genau ansehen. Grins!

Bis bald! Wuff!

Euer Pino🐾

Mein Name ist Pino und ich bin ein ausgebildeter Schulhund. Mein Frauchen ist Frau Bonk, Klassenlehrerin der Klasse 3a im Schuljahr 2026/27.

Ich bin sehr niedlich, finden die Kids der Klasse 4b, die ich heute besucht habe, und haben mich sofort gemalt.

Gerne lasse ich mich von den Mädchen und Jungen streicheln und kraulen, besonders gerne hinter meinen Ohren.

Zwischendurch mache ich gerne eine kleine Pause, mal auf meiner Decke oder einfach auf dem Boden. Bin ja nicht so empfindlich! (Bo/Go)

Und plötzlich ist der Tag des Abschieds da…

Und plötzlich ist er da, der Tag des Abschieds. Am 17.07.26 fand die Abschiedsfeier für unsere Schüler*innen aus dem 4. Jahrgang statt. Vier Jahre haben die Kids an unserer Wilhelmschule verbracht und vor vier Jahren im Sommer 2022 wurden sie noch unter Leitung von Frau Goldbach eingeschult. In diesen vier Jahren haben die Schüler*innen neue Freundinnen und Freunde gefunden, sind als Klasse zusammengewachsen, haben das Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt, sich weiterentwickelt und sind an vielen kleinen und großen Herausforderungen gewachsen. Es gab hoffentlich lustige Situationen, in denen man zusammen lachen konnte und Spaß hatte. Sicherlich gab es auch mal Streitigkeiten mit den Mitschülerinnen bzw. Mitschülern oder auch Ärger mit den Lehrerinnen bzw. Lehrern, aber das gehört zum Leben dazu. Nun steht ein neuer Lebensabschnitt bevor.

Heute übernahm nun Herr Pyka, der neue Schulleiter, die Verabschiedung unserer Viertklässler*innen. Das Programm hatte wie immer der 3. Jahrgang mit Unterstützung durch den Chor vorbereitet. Herzlichen Dank dafür!

Herr Pyka startete mit einer Abschiedsrede und begann diese mit den Worten: „Ihr Schüler*innen seid uns in den vier Jahren sehr ans Herz gewachsen, aber in den letzten Wochen sind einige Kids uns auf die Nerven gegangen. Ihr wisst alle, was ich meine.“ Ehrliche Worte! Dann bedankte er sich bei den Klassenlehrkräften für ihre Arbeit, die sie teilweise vier Jahre geleistet haben. Z.B. erwähnte er in diesem Zusammenhang Frau Kastelans „Nerven aus Stahl“ und „ihren Blick auf jedes Kind“, Frau Reimanns „Ruhe, die sich anscheinend auf ihre Kids überträgt“ sowie ihr „hervorragendes Classroom Management“ und die schwierige Situation der Klasse 4b, mehrere Klassenlehrkräfte in den vier Jahren, wobei Herr Schnieder „den Jungen der Klasse im 4. Schuljahr sehr gut getan hat“.  Nach den Osterferien mussten sich hier drei Lehrkräfte die „Klasse teilen“ und alles miteinander absprechen, obwohl man sich nie sah, da alle an unterschiedlichen Tagen vor Ort waren: Herr Schnieder/Klassenlehrer, Frau Bonk und Frau Schilling. Eine tolle Leistung! Anschließend bedankte er sich bei den Eltern und Familien für ihre Unterstützung der Kinder im täglichen Alltag. Zum Schluss wünschte er unseren Großen von Herzen Neugier, Mut, Freude am Lernen und Eltern, die ihre Kinder auf ihrem weiteren Weg begleiten und stärken.

Dann ging es mit dem Abschiedsprogramm weiter, das drei Kids aus dem 3. Jahrgang souverän moderierten.

Der Schulchor startete die Aufführung mit dem Lied Die vier Jahr geh’n zu Ende. Frau Häuser leitet zz. unseren Schulchor und kümmerte sich parallel noch um die Technik. Herzlichen Dank!

Danach konnten wir uns einen englischen Sketch ansehen: Not at school. Da waren doch einige Lacher aus dem Publikum zu hören. Ida verkörperte die sehr strenge Lehrerin Mrs. Adams mit ganz viel Leidenschaft und Joshua stand ihr als Schulleiter Principa Snyder nichts nach.

Natürlich durfte auch unser weltberühmter Schultanz, der KIKA-Tanzalarm, nicht fehlen. Bei der Hitze liefen da doch einige Schweißperlen. Aber alle haben tapfer durchgehalten. Und in diesem Jahr haben sogar unsere Großen fast alle mit Begeisterung mitgemacht.

Nun war wieder der Schulchor am Start. Ein ganz neues Lied, zumindest für uns, wurde präsentiert: Meine Mama hat gesagt.

Weiter ging es mit guten Worten und Wünschen. Natürlich starteten am Ende alle Luftballons mit den Wünschen in die Lüfte. Wo die wohl alle gelandet sind? Fasziniert schauten unsere Großen den fliegenden Luftballons nach.

Hier ein paar Beispiele:
„Vier Jahre lang war unsere Wilhelmschule euer zweites Zuhause, jetzt wartet ein neues Zuhause auf euch!“
„Ihr geht nicht weg – ihr geht nur weiter und das ist etwas ganz anderes!“
„Wir wünschen euch eine tolle Schule, verständnisvolle, geduldige Lehrer*innen und spannende neue Fächer!“

Das Programm endete mit dem Lied Alte Schule, altes Haus. Und immer mehr Kindern wurde bewusst, nun ist unsere Wilhelmschulzeit zu Ende. Da schluckten doch einige schwer. Aber das geht uns Erwachsenen an dieser Stelle nicht anders. Ich schlucke gerade sogar beim Tippen und blinzle die Tränen weg. Allerdings muss man sagen, dass unsere Großen heute sehr cool waren, es flossen nur wenige Tränen. Im Gegensatz zu 2025, als gefühlt am Ende alle weinten.

Nach den Worten Tschüss, goodbye und auf Wiedersehen verließen unsere 4. Klassen durch ein Spalier unsere Wilhelmschule, passend dazu ertönte neu das Lied Ein Hoch auf uns!“.  Am Ende des Spaliers standen die Klassenlehrkräfte und überreichten den Kids noch das kleine Geschenk, dass unsere 3. Schuljahre gebastelt hatten.

Natürlich bekamen unsere OGS-Kids, die sich in unserer tollen OGS immer sehr wohl gefühlt haben, noch die mit Süßkram gefüllte, wunderschöne OGS-Tasse geschenkt, die unsere OGS-Kräfte wie immer selbst mit unserem Sonnenmännchen Willi bemalt haben. (Go)

Unsere Kids aus dem 4. Jg. werden zu Energiespardetektiven ausgebildet (Teil 1/2/3)

In Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW fand auch in diesem Schuljahr erneut im 4. Jahrgang der Workshop zur Ausbildung unserer Schüler*innen zu Energiespardetektiven statt. In dieser Bildungsreihe, drei Doppelstunden im Wochenrhythmus pro Klasse, lernen unsere Kids auf spielerische Art und Weise, welche Geräte Strom verbrauchen und gehen mit Checklisten aktiv auf die Jagd nach Stromfressern im eigenen Zuhause. Außerdem lernen die Kinder, welche Auswirkungen der Stromverbrauch auf das Klima hat. Ziel ist es auch, dass die Schüler*innen ihr neu gewonnenes Wissen aktiv an andere Menschen weitergeben. So werden hoffentlich auch Eltern, Großeltern, Bekannte, Nachbarn und Verwandte begeisterte Stromsparer*innen.

Lernziele:

  • Die Schüler*innen entwickeln ein Bewusstsein für den eigenen Energieverbrauch und die Auswirkungen auf die Umwelt und auf das Klima.
  • Sie lernen Stromspartipps kennen und werden motiviert, ihr Umfeld aktiv vom Stromsparen zu überzeugen.

Am heutigen Tag, 23.06.26, war Herr Yoshua Voigt von der Verbraucherzentrale NRW vor Ort an unserer Wilhelmschule, um in allen drei vierten Klassen mit der Ausbildung der Kids zu Energiespardetektiven (Teil 1) zu beginnen. Aufgrund der aktuellen Hitze wurde allerdings aus der geplanten Doppelstunde eine 60minütige Veranstaltung pro Klasse. Da hieß es, sich etwas beeilen und auch mal etwas kürzen. Aber das hatte Herr Voigt gut im Blick und im Griff.

Zuerst einmal musste die Begrifflichkeit Verbraucherzentrale NRW geklärt werden. Einzelne Schüler*innen hatten den Begriff schon mal gehört, aber was verbirgt sich dahinter? So kam man auf das Wort verbrauchen. Was verbrauchen wir denn? Da hatten unsere Kids direkt einige Ideen: Strom, Energie, Wasser, Geld, Papier …
Im Laufe des Gespräches wurde den Kindern klar, dass die Verbraucherzentrale NRW den Menschen hier bei uns in der Gegend hilft, wenn sie z.B. Fragen oder Probleme hinsichtlich des Strom-, Gas- oder Wasserverbrauchs oder auch Geldprobleme haben.

Alle Kids der Klasse 4b hörten interessiert zu und beteiligten sich eifrig.

Weiter ging es dann mit dem Thema Strom. Die Schüler*innen überlegten gemeinsam, welche Geräte im Haushalt Strom benötigen und somit verbrauchen. Da hatten alle doch viele Ideen.

Hinweis: Sortierung der Geräte nach den Bildern oben: Strom verbrauchen und Kälte erzeugen, Wärme, Licht, Bewegung, Musik

Schon hier wurde sehr deutlich, wie viele Geräte wir zu Hause haben, die Strom benötigen. Woran erkennt man denn, ob ein Gerät viel Strom verbraucht? Darüber wurde intensiv gesprochen und diskutiert. Das Ergebnis dazu: Geräte, die lange an sind, sind oft Stromfresser. Geräte, die sehr groß sind, verbrauchen auch oft viel Strom. Geräte, die sehr groß sind UND viel an sind, sind fast immer Stromfresser, z.B. Waschmaschine, Herd, Trockner, Fernseher, Kühlschrank (auf dem Foto wurden die Geräte umrandet).

Nach der Hofpause ging es weiter mit einer Gruppenarbeit. Im Vorfeld hatten sich die Mädchen und Jungen schon überlegt, wer mit wem in welche Gruppe wollte. Nun wurde Memory gespielt. Das Spiel war allgemein bekannt, aber heute gab es dabei zwei Besonderheiten. Die zu findenden Pärchen sehen nur ähnlich aus. Wenn man ein Pärchen aufdeckt, muss man dazu etwas sagen. Beispiel: „Ich spare Strom, wenn ich den Kühlschrank schnell wieder schließe.“

Mit ganz viel Eifer und Freude waren dann wirklich alle Kids beim Memory-Spiel dabei.

Im Anschluss daran wurden die Inhalte des Memory-Spiels im Plenum noch einmal gefestigt. Die Pärchen wurden den Kindern als große Bilder  gezeigt und die entsprechenden Stromsparsätze wurden gemeinsam erarbeitet.

Beispiele:
„Ich spare Strom, wenn ich die Spülmaschine ganz voll packe, denn dann muss sie nicht so oft laufen.“
„Ich spare Strom, wenn ich das Tageslicht benutze und keine Lampe anmache.“
„Ich spare Strom, wenn ich die gewaschene Wäsche auf die Leine hänge und nicht in den Trockner packe.“
„Ich spare Strom, wenn ich elektrische Geräte nicht in dem Ruhe-/Schlafmodus lasse, sondern sie wirklich komplett ausschalte.“

Am Ende gab es dann noch ein Geschenk für unsere Kids und eine Hausaufgabe. Sie erhielten jeweils ein Klemmbrett und sollen nun bis zur nächsten Stunde ein Interview zu Hause durchführen. Auf dem Klemmbrett steckte dafür ein passender Fragebogen. Außerdem können unsere Mädchen und Jungen im Rahmen der Durchführung des Interviews direkt auch noch Stromspartipps geben, falls notwendig.

Davit kommentierte am Ende der 60 Minuten die Stunde mit folgenden Worten: „Hat Spaß gemacht mit dir!“ Na, dann kann es ja nächste Woche mit Teil 2 weitergehen.

Anmerkung: Leider wird die Ausbildung von Grundschulkindern in NRW zu Energiespardetektiven zum Ende des Jahres hin eingestellt. Grund: Die Finanzierung über das Land NRW findet für diesen Bereich nicht mehr statt. Wie schade und ärgerlich! Gerne hätten wir weiterhin dem 4. Jahrgang diese Ausbildung zu Energiespardetektiven ermöglicht. Und wenn jemand von außerhalb kommt sowie tolle Materialien dabei hat, ist das einfach etwas anderes, als wenn die Klassenlehrer*innen das übernehmen. (Go)

Weiter ging es dann am 30.06.26 mit Teil 2. Herr Voigt wiederholte zu Beginn kurz die Inhalte der letzten Stunde und besprach die Hausaufgabe – Durchführung eines Interviews mit den Eltern – mit unseren Kids. Die meisten Schüler*innen hatten die Interviews durchgeführt und Hannah berichtete, dass sie zu Hause drei Stromspartipps geben konnte. Das ist doch erfreulich! Maxi fiel dann auch noch der Begriff Ruhemodus ein, die Funktion kannten unsere Mädchen und Jungen noch, hatten aber die verschiedenen Begriffe dafür vergessen. Ist ja auch momentan immer noch heiß und drückend in den Klassen. Grins!

Nala war heute definitiv die interessierteste Schülerin, der Finger war immer oben und sie wusste viel zu berichten.

Weiter ging es mit einem Versuch mit einem Strommessgerät. Der mitgebrachte kleine Beamer verbrauchte 115 Watt, wenn man ihn einschaltete, im Ruhemodus 0,9 Watt und nach dem Ausschalten der Steckerleiste 0 Watt.

Es ist also wichtig, ein Gerät komplett auszuschalten, die Steckerleiste auszumachen oder den Stecker zu ziehen, soweit möglich. Natürlich geht das nicht bei jedem Gerät. Hannah wusste sofort, dass man den Kühlschrank nicht in den Ruhemodus versetzen darf.

Danach stand das Thema Licht ausschalten, wenn man einen Raum verlässt an. Viele Kids berichteten, dass sie oder Geschwister in einigen Räumen gerne vergessen, das Licht auszumachen. Da hatte Herr Voigt doch einen tollen Tipp. Einfach mal für einige Tage ein Schild Licht aus aufhängen, bis sich alle daran gewöhnt haben und automatisch das Licht ausmachen.

Als Nächstes ging es mit einem Film weiter, den die Verbraucherzentrale selbst erstellt hat: Klimawandel – Wir haben es in der Hand! Interessiert schauten unsere Kids sich den Film an. Anschließend wurden die Inhalte des Films noch einmal besprochen und mit Hilfe einer Skizze an der Tafel verdeutlicht. Kurzfassung: Die drei Klimagase erzeugen Gutes und Schlechtes. Gut ist, dass es durch die Gase auf unserer Erde warm ist. Gäbe es die Klimagase nicht, hätten wir -18 Grad C auf der Erde und es gäbe kein Leben mehr. Wir erzeugen aber zu viele Klimagase und das kann auf Dauer nicht gut sein. Was müssen wir tun? Wir können:

  • die Stromspartipps (s.o.) berücksichtigen und andere Menschen darauf hinweisen
  • mit dem Fahrrad, Bus oder Bahn fahren und das Auto einfach mal stehen lassen
  • versuchen, Reisen mit dem Flugzeug oder mit einem Schiff zu vermeiden
  • weniger Fleisch essen, dann gibt es automatisch weniger Kühe/Rinder auf der Welt – übrigens gibt es die Empfehlung, nur zweimal in der Woche Fleisch zu essen, das ist dann auch gut für unsere Gesundheit

Was passiert aber nun, wenn immer mehr Klimagase in der Atmosphäre sind? Dazu zeigte Herr Voigt einige Bilder und besprach diese mit unseren Kids. Hier einige Beispiele:

  • es wird immer heißer (das haben wir ja letzte Woche mit den höchsten Temperaturen, die bisher im Juni gemessen wurden, erlebt)
  • alles trocknet aus
  • es gibt immer öfter Unwetter, Stürme, Überschwemmungen
  • am Nordpol schmilzt das Eis und das Leben der dortigen Tiere ist bedroht

Nun sammelten unsere Mädchen und Jungen noch Ideen, welche Personen wir außer unserer engsten Familie noch interviewen könnten und die Interviewtreppe wurde entwickelt. Mit Hilfe dieser Treppe probten unsere Schüler*innen dann dreimal vorne vor der Tafel, wie man z.B. bei den Nachbarn so ein Interview durchführen kann. Im Anschluss gab es für die Kinder noch ein Feedback zur Durchführung des Interviews. Malik und Maila wurden z.B. dafür gelobt, dass sie die Interviewtreppe gut genutzt hatten. Es gab aber auch Tipps: Sprich noch lauter! Vergiss bei Stromverschwenderantworten nicht, entsprechende Stromspartipps zu geben! Halte das Klemmbrett nicht vor dein Gesicht, dann bist du nicht gut zu verstehen!

Als Hausaufgabe soll nun jedes Kind noch bis zu 3 weitere Interviews führen. Dafür erhielt jedes Kind einen Energiespardetektivausweis. Dort mussten Name und Klasse eingetragen werden. Außerdem sollen dort alle Interviewpartner notiert werden. Bestätigt wird die Durchführung des Interviews dann durch die Unterschrift/Kürzel des Interviewers. (Go)

3. Teil, 07.07.26:

Nach einer kurzen Wiederholung, Elay war hier der absolute Experte, er konnte sich an alle Inhalte des Films der letzten Woche erinnern und sie sprachlich gut wiedergeben, berichteten die Schüler*innen der Klasse 4a, wie viele Interviews sie durchgeführt haben, mit wem und wie es gelaufen ist. Die Daumenprobe am Ende zeigte, dass es bei vielen gut geklappt hatte. Danach wurden die Energiespardetektivausweise eingesammelt und es wurde gerechnet. Das übernahm heute Frau Petra Kerstan, Energieberaterin in der Beratungsstelle Castrop-Rauxel, Verbraucherzentrale NRW, Mühlengasse 4/in der Nähe vom ASG. Sie unterstützte Herrn Voigt am heutigen Tag. Letztendlich wurden von der Klasse 4a 42 Interviews durchgeführt und 120 Energiespartipps gegeben. Über 100 Tipps? Dann ist das ein gutes Ergebnis laut Herrn Voigt. Daumen also hoch!

Im Anschluss daran ging es mit einer Gruppenarbeit weiter. Die Kids mussten 5 Gruppen mit jeweils 4 Kindern bilden. Jede Gruppe musste sich einen Namen ausdenken und eine*n Gruppenleiter*in bestimmen. Dann stellte Herr Voigt verschiedene Fragen zum Thema Energie und jede Gruppe musste sich immer auf eine Antwort einigen. Für jede richtige Antwort bekam jede Gruppe einen Punkt.

Man startete mit einer Testrunde mit einer witzigen Frage. Welches Instrument spielt Herr Voigt?

A Gitarre   B Schlagzeug   C Klavier   D Flöte

In den Gruppen rätselte man, überlegte gut und einigte sich wirklich leise auf eine Antwort. Das entsprechende Kärtchen A, B, C oder D wurde durch die Gruppenleiterin bzw. den Gruppenleiter hochgehalten. Übrigens spielt Herr Voigt Schlagzeug. Vier Gruppen fanden die richtige Lösung. Hellseher*innen!!!

Konzentriert waren alle dabei und schafften es auch weiterhin, sich wirklich leise in den Gruppen zu besprechen. Sehr schön! Es geht doch, grins!

Hier nun noch ein Beispiel:
Wie stelle ich das Essen in den Kühlschrank?
A im heißen Topf   B ganz abgekühlt   C warm in einer Schüssel

Die richtigen und die falschen Lösungen wurden natürlich nach jeder Frage besprochen und erklärt. Bei einigen Fragen wurde heiß in den Gruppen diskutiert, da es manchmal gar nicht so einfach war, die richtige Lösung zu finden.

In diesem Rahmen ging es dann auch um die verschiedenen Lampen und welche Lampen am besten Energie sparen. Klarer Sieger: LED-Lampen. Das wurde durch Herrn Voigt z.B. mit Hilfe eines Kuchendiagramms erklärt und dabei musste man sogar noch rechnen, um auf die richtigen Antworten zu kommen.

Gewonnen haben heute zwei Gruppen: Die Energiespardetektive & Die mysteriösen Dönerspieße. Aber eigentlich haben alle Gruppen gewonnen, denn sie haben viel dazugelernt und das ist noch wichtiger.

Weiter ging es mit einem Versuch mit den verschiedenen Lampen.

Die Glühlampe erkennt man an dem Draht in der Mitte, der heiß wird, wenn Strom durchfließt. Sie hält nur ca. 1000 Stunden und in der Regel muss man sie einmal im Jahr austauschen, da sie dann kaputt ist. Man kann sie im Restmüll entsorgen, sollte sie aber in etwas Papier wickeln, damit sich keiner daran schneidet.

Die Energiesparlampe erkennt man daran, dass sie mit etwas Verzögerung angeht. Sie enthält Quecksilber als Gas und dieses Gas ist sehr giftig. Wenn sie nicht mehr leuchtet, gibt man sie z.B. an einem Schadstoffmobil ab, sie gehört nicht in den Restmüll. Eine Energiesparlampe hält etwa 5.000 – 10.000 Stunden.

Eine LED-Lampe erkennt man an dem geriffelten Teil und an den gelben Quadraten, die leuchten. LEDs gibt es in verschiedenen Farben. Sie halten ca. 20.000 Stunden. Wenn sie kaputt sind, gibt man sie auch an einem Schadstoffmobil ab, da sie wertvolle Stoffe enthalten, die man recyceln kann.

Nun durften alle Mädchen und Jungen noch vorsichtig ausprobieren, wie heiß eine Glühlampe wird und wie heiß LEDs werden.

Am Ende erhielten alle Kids eine Urkunde und freuten sich sehr darüber.

Herzlichen Dank an die Verbraucherzentrale NRW, an Herrn Voigt und an Frau Kerstan. Herr Voigt hat die Inhalte der drei Doppelstunden wirklich gut vermittelt und ist der „geborene Lehrer“. Gerne wieder! (Go)