Die Situation vor allen Schulen ist zu den Bring- und Abholzeiten oft problematisch. Gerade die gut gemeinte Fahrt mit dem Auto bis unmittelbar vor den Schuleingang führt zu Verkehrschaos und brenzligen Situationen für Schüler*innen. Besonders für junge und ungeübte Verkehrsteilnehmende ergeben sich hier reale Gefährdungen.
So auch an unserer Wilhelmschule. Schon immer war die Situation im Bereich des Hangwegs – zwischen Schule und Parkplatz – insbesondere morgens zwischen 7.30 und 8.15 Uhr sowie mittags sehr kritisch zu sehen. Das Leben unserer Wilhelmschulkinder wird durch Autofahrer*innen, die in den Hangweg hineinfahren, teilweise dabei sogar sehr schnell fahren, irgendwo „parken“ und im allgemeinen Chaos drehen, während aus allen Richtungen Schüler*innen zur Schule kommen, gefährdet. Darüber wurden die Eltern der Wilhelmschule regelmäßig informiert und gebeten, die Elternhaltestellen zu nutzen, wenn das Kind mit dem Auto zur Schule gebracht werden muss. Zwischendurch gab es sogar immer wieder morgendliche Kontrollen durch die Schulleitung sowie verschiedene Aktionen (z.B. Zu Fuß zur Schule-Tag, Willis Bewegungspass nach den Osterferien). Trotzdem gibt es leider weiterhin uneinsichtige Eltern, die das alles ignorieren. Es grenzt an ein Wunder, dass bisher kein Kind angefahren wurde. Allerdings gab es mehrfach bereits sehr brenzlige Situationen!
Die Stadt Castrop Rauxel hat in Zusammenarbeit mit der Schulleitung, Vertreter*innen der Elternschaft, dem Ordnungsamt und der Polizei nun versucht, den Schulweg sicherer zu machen.
Ab dem 21.03.25 wird deshalb die Sperrung des Hangwegs zu folgenden Zeiten ausgesprochen:
7.30 – 8.00 Uhr sowie 14.45 – 15.15 Uhr
Ausgenommen sind Anwohnende, Radfahrende und Beschäftigte der Schule, der Kirche und der kath. Kindertageseinrichtung Heilig Kreuz. Die temporäre Maßnahme zum Schutz unserer Schulkinder ist durch den Schulwegeerlass ermöglicht worden.
Die entsprechenden Verkehrsschilder stehen bereits im Einfahrtsbereich des Hangwegs und weisen auf die neue Regelung hin. Das bedeutet für die Eltern, dass sie zu den o.a. Zeiten nicht mehr in diesen Bereich hineinfahren dürfen. Das Ordnungsamt und die Polizei werden das immer wieder kontrollieren und Ordnungsgelder in Höhe von mind. 50 € verhängen. Es geht hier nicht darum, jemanden zu ärgern!! Es geht ausschließlich um die Sicherheit unserer Schüler*innen. Zur Einführung der Sicherheitsmaßnahme und um diese Sperrung zu Beginn mit Nachdruck aufzuzeigen, werden dort morgens Warnbarken auf den Hangweg gezogen.
Falls ein Kind mit dem Auto zur Schule gebracht werden muss, kann man die Elternhaltestellen an der Luisenstraße und an der Bergstraße nutzen. Jedes Kind unserer Schule schafft problemlos den Weg von dort aus zur Schule zu Fuß. Gleichzeitig profitieren alle Kinder davon, den Schulweg zu Fuß zu bewältigen. Frische Luft und Bewegung sind gesund und die Kinder kommen ausgeglichener morgens an, hatten oft bereits die Möglichkeit, sich mit ihren Schulfreundinnen und -freunden auf dem Weg zu unterhalten. Gleichzeitig werden die Kids selbstbewusster und gewinnen täglich an Verkehrssicherheit hinzu. (Go/Fotos Py)
Bericht Ruhrnachrichten vom 23.03.25
Stadt macht den Hangweg dicht Peter Pyka will keine Eltern-Taxis mehr bis zum Schulhoftor

Die Stadt Castrop-Rauxel hat nun die zweite „temporäre Schulstraße“ eingeführt. Der Hangweg, der direkt zum Schulhof der Wilhelmschule führt, ist ab sofort an Schultagen eine Stunde am Tag komplett gesperrt.
„Wir haben das Gefühl, dass einige Eltern am liebsten bis in das Klassenzimmer hineinfahren würden, damit ihr Kind keinen Meter zu Fuß machen muss“, sagte der kommissarische Leiter der Wilhelmschule Peter Pyka bei der Eröffnung der zweiten temporären Schulstraße in Castrop-Rauxel am Freitag (21.3.2025) in Dorf Rauxel. Dabei ist die Eröffnung eigentlich eine Schließung. Denn an Schultagen ist ab sofort die Sackgasse Hangweg zu den Bringzeiten von 7.30 bis 8 Uhr und den Abholzeiten von 14.45 bis 15.15 Uhr für Autos gesperrt.

Elternschaft und Schulpflegschaft unterstützen das breit, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung dazu. Für die Sicherheit der Kinder und als Beitrag dazu, Kinder im Straßenverkehr geübter zu machen, wollten sich Eltern, Schulleitung und Lehrer in den ersten Wochen der neuen Regelung morgens selbst auf die Straße stellen und Absperrbaken auf- und abbauen.
Schulpflegschaftsvorsitzende Kathrin Grüning sagte: „Aus der Sicht der Eltern wäre es wünschenswert, wenn regelmäßig Kontrollen durchgeführt und Verstöße geahndet werden.“ Die neue Schulstraße diene in erster Linie zur Sicherheit der Kinder. „Aber auch die Bewegung an der frischen Luft vor der Schule tut ihnen gut. Und einen Teil des Weges alleine zu schaffen, stärkt die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein“, so Grüning weiter.

Auch die Stellvertretende Bürgermeister Katrin Lasser-Moryson und Ratsvertreter verschiedener Parteien stehen hinter der Initiative. Die Polizei führte am Freitag schon erste Kontrollen durch und erklärte Autofahrern die neue Regelung. Die Verkehrssituation am Hangweg ist vor einem Jahr in den Fokus der Schule gerückt. Die damalige Schulleiterin Angela Goldbach und der aktuelle kommissarische Nachfolger Peter Pyka suchten immer wieder persönlich am Hangweg das Gespräch mit Eltern.
Sollte erforderlich sein, ein Kind mit dem Auto zur Schule zu bringen, gibt es seit einiger Zeit an der Bergstraße 11 und der Luisenstraße 1a Hol- und Bringzonen: Elternhaltestellen. Hier können Eltern kurz anhalten und die Kinder aussteigen lassen. Die letzten Meter zur Schule legen sie eigenständig oder mit Schulkameraden sicher zurück.
