Gesund im Mund im 3. Jahrgang 2026

Am Dienstag, 20.01.26, ging es dann mit dem 3. Jahrgang weiter. Im Sinne eines Spiralcurriculums ist es wichtig, auch eigentlich bereits erlernte Inhalte zu wiederholen und mit neuen Inhalten zu verknüpfen. So ging es heute schwerpunktmäßig erneut um die KAI-Zahnputztechnik im Rahmen der Wiederholung und als neues Thema kamen Zahnaufbau und Kariesentstehung  bzw. -ver-hütung dazu. In der Wiederholungsphase ging es um:

  • die Milchzähne und die bleibenden Zähne
  • die Zahnarten – Hier waren die Kids der Klasse 3a erst etwas zögerlich, aber dann flogen die Finger nach oben und alle waren aktiv dabei.
  • die Zahnpflege und den Schutz der Zähne – Übrigens besitzen auch in dieser Klasse bereits etwa 2/3 der Kinder eine elektrische Zahnbürste.
  • die KAI-Zahnputztechnik – An dieser Stelle meinte Lina: „Mein Papa heißt auch Kai.“ Frau Engels Antwort dazu: „Das ist ja praktisch. Dann musst du ja immer an das Zähneputzen denken, wenn du deinen Papa anschaust.“
  • das gesunde Frühstück für die Frühstückspause – Also in der Klasse 3a scheint es nur gesunde Inhalte zu geben. Drei Kinder gaben auf die Frage, was sie heute in ihrer Frühstücksdose hatten, folgende Antworten: „Gurke und Tomaten.“ „Apfel, Brot und eine halbe Banane.“ „Ein Brot, eine Gurke, Tomaten und Nüsse.“
  • gesunde Getränke
  • regelmäßige Zahnarztbesuche einschl. Einfärben und Versiegelung
  • Infos dazu finden Sie in den Berichten Gesund im Mund im 1. bzw. 2. Schuljahr

Danach wurde das Thema Zahnaufbau mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet. Neue Begriffe und Infos dazu waren nun ein Thema. Unsere Zähne bestehen aus verschiedenen Schichten:

  • Zahnschmelz – Übrigens die härteste Schicht in unserem Körper, sogar härter als unsere Knochen.
  • Zahnbein
  • Zahnmark – Tipp: Mark – vom Namen her wurde als Erinnerungshilfe das Wort Tomatenmark erwähnt, das ja in den meisten Familien bekannt ist
  • Blutgefäße und Nerven im Zahnmark
  • Zahnfleisch
  • Kieferknochen

Folgende Stationen wurden im Vorfeld von Frau Engel wie immer perfekt vorbereitet und nun erklärt:

Station 1 Zahnputzstation – Wie ich meine Zähne richtig putze
Die Schüler*innen übten auch im 3. Jahrgang an den Modellen, wie die Zähne mit der KAI-Technik geputzt werden müssen. Natürlich wurden auch die Zwischenräume an den Modellen wieder mit Zahnseidesticks gereinigt.

Auch heute war ein Kuscheltier mit dabei: Celinas Mo lernte auch das Zähneputzen. Grins!

Station 2 Arbeit am Modell – Wie mein Zahn von innen aussieht
An dieser Station mussten die Kids an einem Styroporzahn die passenden magnetischen Kärtchen in die entsprechenden Bereiche des Zahns heften: Zahnschmelz (weiß), Blutgefäße (rot), Nerven (grün), Zahnbein (gelb), Zahnmark (hellgrau). Die Begriffe und Farben übertrugen die Mädchen und Jungen anschließend auf ein Arbeitsblatt.

Station 3 Schütze deine Zähne vor verstecktem Zucker!
Eine spannende und informative Station! Auf dem Tisch fanden die Kinder fünf Nahrungsmittelbilder und fünf durchsichtige Plastikdosen, die unterschiedliche Mengen an „Würfelzucker“ enthielten. Die Kinder mussten vermuten, welche Zuckermenge in welchen Nahrungsmitteln enthalten sind. Die richtige Lösung konnte durch das Umdrehen der Plastikdosen am Schluss überprüft werden. Dazu gab es ein passendes Arbeitsblatt. So wurde den Kids heute bewusst, wie viel versteckten Zucker es in unseren Lebensmitteln gibt mit dem Ziel einer bewussteren Ernährung. Frau Engels Kommentar zum Arbeitsblatt: „Hört mir jetzt wieder gut zu! Hier gibt es oft Probleme. Eine ganze Längsreihe sind 10 Würfelzucker. So kannst du leichter zählen und rechnen!“ Sie kennt eben ihre „Pappenheimer“.

Schätzen Sie doch auch einmal!
1 Glas Schokoaufstrich einer bekannten Marke
1 Tüte Gummibärchen
1 Flasche Ketchup
1 Flasche Orangensprudel einer bekannten Marke
1 Flasche Mineralwasser

Lösung: 67 – 60 – 33 – 18 – 0 Zuckerwürfel

Station 4 AB Fragebogen -Wie gut bin ich zu meinen Zähnen?
An dieser Station mussten unsere Kids einen Fragebogen mit Fragen zur eigenen Mundgesundheit beantworten. Sie kreuzten dabei an, welche Antworten für sie persönlich richtig sind. Mit Hilfe einer Punktebewertung bekamen die Schüler*innen individuelle Hinweise und Ratschläge dazu. Die Reflexion des eigenen Verhaltens diente hier der Förderung eines verantwortungsbewussten Verhaltens im Bereich Zahngesundheit.

Und wie sahen die Ergebnisse bei den Mädchen und Jungen aus? Richtig gut! Marlene erreichte mit 30 Punkten die volle Punktzahl. Gratulation! Und Miran war auch richtig gut mit ihren 28 Punkten. Weiter so!

Station 5: Stempelaktion – Kariesentstehung
Die Kinder stempelten an dieser Station viermal einen Zahn auf ein Arbeitsblatt in vier Kästchen. Sie malten dann mit einem schwarzen Stift ein Loch in den Zahn, das von Stempelbild zu Stempelbild größer wurde. Dazu schrieben sie die Signalwörter, die auf dem Arbeitsblatt unterstrichen waren, ab. So entwickelten die Schüler*innen ein Verständnis für die Entstehung von Karies und konnten ihr Sachwissen zu dieser Thematik erhöhen, was sie hoffentlich dazu motiviert, noch mehr auf ihre Zahnpflege zu achten. Am Schluss mussten sie deshalb noch in eigenen Worten formulieren, was sie tun können, um keine Karies zu bekommen.

Station 6 Legestation – Wie mein Zahn von innen aussieht
Auf dem Gruppentisch lag ein großer Zahnumriss aus Pappe. Die Schüler*innen legten dann mit Tüchern den Zahnschmelz (weißes Tuch), das Zahnbein (gelbes Tuch), die Blutgefäße (rotes Tuch), die Nerven (grünes Tuch), das Zahnfleisch (rosafarbenes Tuch) und das Zahnmark (graues Tuch) nach. Außerdem mussten sie laminierte Namenskärtchen richtig zuordnen.

In der Nachbesprechung suchte sich Frau Engel sechs Kinder aus, die mit Hilfe der Tücher (s. Station 6), einen Zahn gemeinsam aufbauten – so ähnlich wie eine Pyramide. Das klappte problemlos.

Nun gab es noch eine Urkunde, einen Elternbrief, eine Geschichte zum Vorlesen in der Klasse und ein Zahnmandala. Noch mehr freuten sich auch die Kids im 3. Jahrgang über die Zahnbürste und den Flyer, den es dann noch für jedes Kind gab.

Auch die Klasse 3a hat heute gezeigt, dass sich unsere Schüler*innen sehr für das Thema Zahngesundheit interessieren. Sie haben gut aufgepasst, fleißig mitgearbeitet und besonders bei der Stationsarbeit ihre Begeisterung gezeigt. Dabei wurde es dann etwas lauter, aber das lag wirklich daran, dass alle voller Elan und Eifer dabei waren. (Go)

Gesund im Mund im 2. Jahrgang 2026

Am Donnerstag, 15.01.26, startete der 2. Jahrgang mit dem Projekt Gesund im Mund. Die näheren allgemeinen Informationen dazu finden Sie im Beitrag Gesund im Mund – Start im 1. Jg. 2026. 

Im 2. Jahrgang ging es heute um die KAI-Zahnputzmethode und um die Benennung sowie die Funktion der verschiedenen Zahnarten. Zu Beginn stellte sich Frau Engel vor und die Schüler*innen der Klasse 2b konnten sich auch sofort erinnern, dass Frau Engel im 1. Jahrgang schon da war. Im Rahmen der Wiederholung waren bei jeder Frage immer ganz ganz viele Finger oben. Man erinnerte sich z.B. an die Begriffe Milchzähne und Erwachsenenzähne. Frau Engel erklärte noch einmal, dass Kinder im Alter der Schüler*innen ein Wechselgebiss haben, das bedeutet, die ersten Milchzähne sind ausgefallen und die ersten Erwachsenenzähne sind schon nachgewachsen, es gibt noch Lücken, viele Erwachsenenzähne liegen noch im Kiefer unter den Milchzähnen. Wichtig ist es, die Zähne gut zu pflegen, da man ja nach dem Zahnwechsel keine neue Zähne mehr bekommt. Ein Junge war an dieser Stelle der Meinung, dass es ungerecht wäre, dass er seine Zähne putzen müsse und die Oma, die keine Zähne mehr hat, müsse das ja nicht machen. Frau Engel klärte ihn aber auf, dass auch eine Zahnprothese regelmäßig geputzt werden muss. Auf die Frage, wofür man die Zähne benötigt, kamen alle Antworten wie aus der Pistole geschossen. Lustig war die Antwort einer Schülerin: „Zum Zähne putzen!“ Aber recht hat sie!

Alle Schüler*innen der Klasse 2b waren heute sehr aktiv dabei und am dem Thema sehr interessiert. Sie hatten sich alles aus Klasse 1 gemerkt und zeigten sich äußerst wissbegierig. Elias stellte schon die Frage, woraus denn eigentlich Zähne bestehen. Frau Engel vertröstete ihn auf das 3. Schuljahr und dort wird er sie dann bei der Beantwortung dieser Frage unterstützen. Das hat sie sich ganz gut gemerkt! Viktoria bewies auch, dass sie eine richtige Zahnexpertin ist. Sie putzt sich sogar täglich dreimal die Zähne und zwischendurch wird auch zu Hause mit Unterstützung von Zahnfärbetabletten kontrolliert, ob sie richtig geputzt hat. Diese Tabletten kann man übrigens in der Drogerie/Apotheke oder online beim Händler Ihres Vertrauens kaufen.

Frau Engel wies noch einmal darauf hin, wie wichtig es ist, pro Halbjahr einmal zum Zahnarzt zu gehen. „Karies ist eine Krankheit. Mama und Papa erkennen nicht immer sofort, ob du Karies hast und du auch nicht. Doch der Zahnarzt, der hat eine Lampe mit einem sehr hellen Licht und sieht Karies.“

Ganz aufgeregt und quasselig wurden die Kids, als es um das Thema Zahnfee geht. Da konnte jeder etwas erzählen. Einige Kids scheinen eine Zahnfee zu kennen, die richtig reich ist und sogar Geldscheine unter das Kopfkissen legt.

Weiter ging es mit dem Thema Zähneputzen. 

K   Kauflächen – hin und her, ist nicht schwer –  putzen wie ein Z
A   Außenflächen – von rosa nach weiß immer im Kreis – sieht aus wie Schlaufen
I     Innenflächen – der Dreck muss weg – auswischen, wie ein Pfeil, vom Zahnfleisch aus wegputzen

Die Zahnseidensticks kannten fast alle Kinder der Klasse und auch fast alle Kinder haben bereits zu Hause eine elektrische Zahnbürste.

Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie ebenfalls im Bericht Gesund im Mund – Start im 1. Jg. 2026.

Weiter ging es mit den verschiedenen Zahnarten und deren Funktionen. Schnell wurde erarbeitet, dass jeder Mensch 4 Schneidezähne oben und vier unten im Kiefer hat. Die Schneidezähne sind wie eine Schere und können Nahrung abschneiden. Außerdem hat man jeweils 2 Eckzähne oben und unten. Franek wusste schon, dass diese wie eine Zange arbeiten und die Nahrung abreißen. Seine ältere Schwester Leni hatte ihm das nämlich schon mal erklärt. Da staunte Frau Engel aber. Dazu kommen dann noch jeweils 8 Backenzähne oben und unten, macht insgesamt 28 Zähne. Kurz ging Frau Engel auf die Weisheitszähne ein. Wichtig war ihr noch, dass die Backenzähne Rillen haben und eine Fissurenversiegelung bei den bleibenden Backenzähnen durch den Zahnarzt empfehlenswert ist. Auf jedes Thema sprang die Klasse 2b an und die Zeit lief und lief. Kommentar von Frau Engel: „Okay, ihr Lieben, ich schaue mal auf die Uhr.“ Deshalb war es nun an der Zeit, die verschiedenen Stationen zu besprechen, damit der Stationslauf starten konnte. Die Stationen haben übrigens in der Regel Lösungskarten und so können die Kinder selbstständig kontrollieren, ob sie alles richtig gemacht haben. Toll! Wie immer waren alle Stationen schon morgens vor 8.00 Uhr von Frau Engel aufgebaut worden und so konnte man schnell starten.

Station 1 Gummibandkarten – Was machen meine Zähne?
Die Schüler*innen mussten die Sätze lesen und ein Gummi zur richtigen Lösung ziehen. Gar nicht so einfach! Da mussten einige Finger doch kämpfen, aber alle haben den Kampf gewonnen.

Station 2 KAI-Zahnputztechnik
Hier mussten die Kinder drei Minuten lang das Zähneputzen üben. Zur Kontrolle der Zeit stand eine Sanduhr bereit. Danach ging es noch darum, die Zwischenräume mit Zahnseidesticks zu reinigen. Diese Station war sehr begehrt und zu Beginn der Arbeitsphase gab es einen richtigen Run darauf.

Dieses gemeine Gebiss hat den armen Franek gebissen. Gut, dass der Daumen überlebt hat. Da mussten Franek und ich doch lachen!

Station 3 Arbeitsblatt Wie ich meine Zähne richtig putze
Hier war das richtige Lesen, Ausschneiden, Zuordnen und Kleben angesagt. Aber das klappt ja im 2. Schuljahr schon ganz problemlos.

Station 4 Arbeitsblatt So heißen meine Zähne

Station 5 Arbeitsblatt Welche Aufgaben haben meine Zähne?
Auch diese Station war wieder perfekt vorbereitet: Arbeitsblatt, Bleistift, Anspitzdose und Zahn-Radiergummi. Wer hat, der hat!

Station 6 Fühlkasten – Welche Zahnputzbewegung kannst du auf dem Boden des Kastens ertasten?
Die Kids mussten hier zuerst im Kasten fühlen, welche Bewegung wo ist und kleine Kärtchen entsprechend zuordnen. Danach durfte man den Deckel herunterheben und schauen, ob man alle drei Kärtchen richtig zugeordnet hatte.

Station 7 Knetstation – Wie sieht mein Kiefer aus?
Das wäre ja meine Lieblingsstation gewesen! Hier durfte man den Unterkiefer auf einem Knetkiefer mit Plastikzähnen nachbauen. Frau Engel stand dabei oft hilfreich zur Seite. Am Ende wurden die Ergebnisse noch auf ein Arbeitsblatt übertragen.

Station 8 Leporello
Hier durfte man ein Leporello anmalen und anschließend falten. Das fanden die Kinder auch ganz toll.

Auch während des Stationslaufes waren alle Schüler*innen mit Begeisterung und viel Elan dabei. So sprach Frau Engel am Ende der Doppelstunde ein dickes Lob aus. Da freute sich natürlich auch die Klassenlehrerin Frau Dieninghoff drüber.

Die Doppelstunde endete mit einer Nachbesprechung. Im Vorfeld hatte sich Frau Engel drei Kids ausgesucht, die ihr dabei halfen und noch einmal die Zahnarten sowie deren Funktionen mündlich allen Kindern erklärten. Das war für Viktoria, Elias und Leni gar kein Problem!

Dann bekam die Klasse noch eine Urkunde, einen Elternbrief zum Thema, ein Mandala und eine Geschichte zum Vorlesen in der Klasse. Und auch im 2. Jahrgang bekam jedes Kind eine Zahnbürste und dazu noch einen Flyer geschenkt. Herzlichen Dank! (Go)

Gesund im Mund – Start im 1. Jahrgang 2026

Der Arbeitskreis Zahngesundheit Westfalen-Lippe engagiert sich bereits seit 1983 zum Thema Gesunde Zähne und wir als Wilhelmschule nehmen bereits seit vielen Jahren an dem Programm teil, denn gesunde Ernährung, gesunde Zähne und Bewegung sind Themen, die uns wichtig sind und zu den Leitzielen der Schule gehören. Das Konzept Gesund im Mund wurde und wird übrigens wissenschaftlich evaluiert und findet immer für jede Klasse in Form einer Doppelstunde statt, vier Jahre hintereinander. So wird versucht, bei unseren Kindern eine positive Haltung zum Thema Zahn- und Mundgesundheit aufzubauen. In den vier Jahrgängen der Grundschule ist das Thema Zähneputzen im Sinne eines pädagogischen Spiralcurriculums immer ein Thema. Dazu kommen dann in jedem Jahrgang schwerpunktmäßig weitere wichtige Themen wie z.B. zahngesunde bzw. zahnungesunde Ernährung oder der Zahnaufbau.

Heute, 14.01.26, startete der 1. Jahrgang mit Gesund im Mund in unserer Aula. Die Durchführung übernahm erneut Frau Engel vom Arbeitskreis Zahngesundheit Recklinghausen. Eigentlich kenne ich die verschiedenen Programme für die vier Jahrgänge wirklich schon sehr gut, bin aber in jedem Jahr von der Vielfältigkeit der Stationen wieder begeistert. Genauso soll Sachunterricht sein!

Im 1. Jahrgang steht neben dem Zähneputzen das Thema zahngesunde bzw. zahnungesunde Ernährung auf dem Programm. Nicht nur der bekannte Haushaltszucker setzt den Zähnen zu, sondern auch alle anderen Zuckersorten wie z.B. der Fruchtzucker im Obst. Kindern deshalb Süßigkeiten und süßes Obst zu verbieten, wäre aber absolut unrealistisch. Besser ist es, wenn sie lernen, damit richtig umzugehen. So hat z.B. häufigeres oder längeres Naschen – oft über Stunden verteilt – eine viel stärkere Karieswirkung, als wenn die gleiche Menge nur gelegentlich gegessen und die Zähne zwischendurch ausreichende Erholungsphasen erhalten. Alles was klebt, macht den Zähnen übrigens besonders zu schaffen, wie z.B. Bonbons, Müsliriegel oder Bananen. Aber auch Knabbereien wie Chips, Salzstangen, Flipse & Co gefährden unsere Zähne. Und das gilt auch für süße Limonaden und fruchtsäurehaltige Getränke wie z.B. Eistee oder Säfte. Ganz wichtig ist es, nach dem Verzehr von Süßem die Zähne zu putzen, um Karies zu verhindern. Schließlich haben wir Menschen kein Revolvergebiss wie der Hai, der ein mehrreihiges Gebiss hat. Hinter jeder aktiven Zahnreihe stehen mehrere Ersatzreihen, die wie bei einem Revolver nachschießen, wenn vordere Zähne abbrechen, was ständig beim Hai passiert. So kann ein Hai im Leben bis zu 30000 Zähne verlieren und hat trotzdem nie eine Zahnlücke.

Zu Beginn gab es eine einleitende, gemeinsame Unterrichtsphase, in der an die vorhandenen Kenntnisse und Erfahrungen der Schüler*innen angeknüpft wurde. So konnte das Vorwissen der Kids aktiviert werden und sie wussten, wie es heute weitergehen wird. Die Klasse 1c zeigte ein großes Vorwissen, alle waren sehr interessiert, passten gut auf und es kamen gute, manchmal auch lustige Antworten auf alle Fragen. Die Kinder wussten z.B. wozu man Zähne benötigt. Zum Essen, zum Reden, zum Kauen und Frau Engel ergänzte noch zum Anlächeln.

Alara hatte ihren Otter Ole mitgebracht. Es kann ja nicht schaden, wenn der auch alles über Zähne weiß.

Heute ging es auch um die richtige Zahnputztechnik KAI (s. Station 2). Die Kinder wussten, dass man mindestens morgens und abends seine Zähne 3 Minuten putzen muss, um die Zähne zu schützen und Karies zu verhindern. Mittags ist das Putzen wünschenswert, aber in Schule bzw. OGS nicht umsetzbar. Einzelne wollten übrigens die Zähne auch zwei Stunden putzen, das ist aber dann doch zu lange.

In diesem Zusammenhang kam Frau Engel auf die Inhalte der Butterbrotdosen zu sprechen. Was berichteten die Kids denn an dieser Stelle? „Ich habe einen Apfel, ein Toastbrot mit Nutella, aber ganz wenig, Actimel und Colabonbons dabei.“ Frau Engel erklärte noch einmal, wie wichtig es ist, auch in der Schule nicht zu viele Süßigkeiten zu essen, weil man sich dann schlecht konzentrieren kann. Auf die Frage nach einem Getränk kam Eistee als Antwort. Frau Engels Antwort: „Das schlimmste Getränk überhaupt! Das ist nicht gut für die Zähne und nicht für den Körper! Besser ist es Wasser zu trinken, ggf. eine Zitrone oder Orange auszupressen und den Saft dazuzugeben, wenn man etwas Geschmack haben möchte.“

Auf die Frage, welche Person denn helfen kann, die Zähne zu schützen, kam sofort die Antwort der Zahnarzt. Ein Kind wollte täglich zum Zahnarzt gehen, aber einmal pro Halbjahr ist doch ausreichend. Bei einigen Kids hatte der Zahnarzt die Zähne auch schon blau oder lila eingefärbt, um so zu kontrollieren, wie gut die Zähne geputzt sind. In diesem Zusammenhang wies Frau Engel darauf hin, dass man einmal in der Woche die Zähne mit Elmex Gelee putzen soll. Alternativ kann man auch Tooth Mousse oder ein Alternativprodukt nutzen, das es in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt, man muss es allerdings oft bestellen (z.B. in der Apotheke oder online beim Händler des Vertrauens), wenn man den Geschmack von Elmex nicht mag. Elmex hat aber im Vergleich zu den Alternativprodukten den höchsten Fluoridgehalt.

Zur Auflockerung ging es jetzt erst mal mit einem Bewegungsspiel zum Thema Zähne putzen weiter. „Ich werde wach und stehe auf und ziehe mich an. Ich putze mir die Zähne. Ich trinke etwas. … Ich gehe ins Bett und schlafe.

Danach ging es mit dem Lernen an Stationen weiter. An den Gruppentischen wurden dafür verschiedene Angebote gemacht. Die Kinder konnten selbstständig über die Auswahl, die Reihenfolge, die verwendete Zeit pro Aufgabe und ggf. die Sozialform entscheiden. So konnten sie ohne Zeitdruck und nach ihrem eigenen Rhythmus alleine oder in Kooperation mit anderen Mädchen und Jungen selbstbestimmt arbeiten. Frau Engel erklärte die Stationen im Vorfeld und mahnte am Schluss: „Jeder macht so viel, wie er schafft. Jeder arbeitet dabei in Ruhe und ordentlich! Am Schluss wird die Station wieder aufgeräumt. Es ist kein Wettkampf!“

Station 1 Wie gesund sind die Lebensmittel für unsere Zähne?
Hier mussten die Kinder die Karten den richtigen Smileys zuordnen. Am Schluss mussten die Lösungen, die hinten auf den Karten standen, natürlich kontrolliert werden.

Station 2 Die KAI-Zahnputztechnik
Wenn Zahnpflege für uns Große selbstverständlich ist, dann fällt es auch nicht schwer, bei den Kleinen darauf zu achten. Und das von Anfang an! Denn die Milchzähne haben eine wichtige Funktion im Mund. Sie sind die Platzhalter für die nachwachsenden Zähne. Unbehandelte Milchzähne, die kariös sind, können übrigens im ganz Körper zu vielfältigen gesundheitlichen Schäden führen. Deshalb ist eine regelmäßige Mundhygiene schon ab dem Kleinkindalter unerlässlich. Durch einen sehr frühen Verlust der Milchzähne, wird der Zahnwechsel erheblich gestört, wodurch es evtl. später zu einer kieferorthopädischen Behandlung (z.B. Zahnklammer) kommen kann. Deshalb sollte man von Beginn an die Zahnhygiene systematisch ausführen. Dafür bietet sich die KAI-Zahnputzmethode an.

  1. Mund gründlich ausspülen und Zahnbürste anfeuchten, Zahnpasta darauf geben
  2. Mund weit öffnen und zuerst die Kauflächen mit kurzen hin-und-her-Bewegungen bürsten. Von oben beginnend von hinten nach vorne und zurück, danach dasselbe unten.
  3. Zähne aufeinander stellen und die Außenflächen mit kleinen Kreisbewegungen von hinten nach vorne und wieder nach hinten putzen.
  4. Mund wieder weit öffnen und die Innenflächen mit herausfegenden Bewegungen erst oben und dann unten reinigen.
  5. Zahnpastaschaum ausspucken, die Zahnbürste abspülen und ausklopfen. Das Nachspülen mit Wasser oder einen Spülung wird ausdrücklich nicht empfohlen. Die Bürste steht mit dem Kopf nach oben im Zahnputzbecher.

Die Sanduhr wurde umgedreht, die Zähne wurden 3 Minuten geputzt und anschließend mussten die Zahnzwischenräume mit einem Zahnseidenstick, besonders geeignet für Kinder, gesäubert werden. Ein Kind meinte, ist das nicht ein Zahnstocher. Nein, der Unterschied wurde noch mal erläutert.

Übrigens soll jede Zahnbürste viermal im Jahr getauscht werden. Tipp: Immer in den Ferien neue Zahnbürsten kaufen und austauschen! Das passt dann genau und man muss nicht überlegen, wann habe ich sie zuletzt gewechselt. Interessant ist übrigens, dass immer mehr Kinder im Grundschulalter bereits eine elektrische Zahnbürste benutzen. Empfehlenswert sind dabei Zahnbürsten mit einem Signalton, der signalisiert, wenn ein zu hoher Druck auf den Zahnschmelz ausgeübt wird. Aber auch hier muss man den Bürstenkopf regelmäßig wechseln. In der Klasse 1c benutzten ca. 2/3 bereits eine elektrische Zahnbürste. Auch hierbei nutzt man die KAI-Methode und geht dabei mit der Bürste von Zahn zu Zahn.

Station 3: Angelspiel
Eine Lebensmittelkarte wurde geangelt und musste dann auf den richtigen Teller gelegt werden. Gesund oder ungesund für die Zähne war hier wieder die Frage?

Station 4: Ausmal- und Bastelstation
Hier durften sich die Kids Bilder aussuchen, anmalen, ausschneiden und mussten sie dann auf das richtige Plakat kleben.

Station 5: Fühlsäckchen
Eine ganz spannende Station: Lebensmittel ertasten, benennen und wieder ordnen. Und auf keinen Fall die Gummibärchentüte aufreißen und die Bärchen essen!

Station 6: Das Zahnteufel-Würfelspiel
Hier spielte der Zahnteufel gegen unsere Schüler*innen. Wer hatte zuerst sechs Lebensmittel im Einkaufskorb und somit gewonnen?  Hoffentlich konnten die Kids der Klasse 1c den Zahnteufel besiegen!

Station 7: Arbeitsblätter
Hier ging es um das richtige Lösen von zwei Arbeitsblättern. Welches Bild ist die richtige Lösung? Wer hat das beste Frühstück dabei?

In der Schlussphase wurden dann noch die behandelten Inhalte reflektiert, Erfahrungen ausgetauscht, diskutiert sowie (Er-)Kenntnisse vertieft und Arbeitsergebnisse der Schüler*innen gewürdigt. Auf die Frage, welche Station ihnen am besten gefallen hätte, antwortete Mia: „Alle!“ So soll es im besten Fall sein. Grins! Alara fand die Zahnputzstation am besten und Ilja das Angelspiel. Die Lösungen der Arbeitsblätter hatten alle im Kopf und ruckzuck war alles besprochen.

Und dann gab es am Ende auch noch ein Geschenk für jedes Kind. Jedes Kind erhielt eine Zahnbürste und durfte sich sogar die Farbe aussuchen. Warum denn das? Weil es auch wichtig ist, die Zahnbürste alle zwei bis drei Monate zu erneuern, spätestens dann, wenn sich die Borsten auseinander biegen (s.o.). Außerdem gab es eine Urkunde, einen Elternbrief, Tipps für die Frühstücksdose, ein Mandala und eine Geschichte zum Vorlesen in der Klasse. Ganz schön abgesahnt! (Go)