Medienseminar für den 4. Jg.: Handy, Computer, Tablet, Internet: So viele versteckte Gefahren lauern!

Heute, 11.05.26, fand erneut wieder der Medientag mit dem Thema Handy, Computer, Tablet, Internet: So viele versteckte Gefahren lauern! bei uns im 4. Jahrgang statt. Jule Engelbart, Mitarbeiterin der Stadtbibliothek Castrop-Rauxel, war heute vor Ort und moderierte in jeder Klasse eine Doppelstunde zu diesem Thema.

Dabei ging es um folgende Themen:

  • Welche Medien gibt es?
  • Smartphone
  • Cybermobbing
  • Messenger und Umgangsregeln
  • Fotos und Videos
  • KI – Künstliche Intelligenz

Welche Medien gibt es?
Zu Beginn fragte Frau Engelbart in der Klasse 4a erst mal nach, welche Medien unsere Schüler*innen denn überhaupt kennen. Da hatten unsere Kids doch direkt viele Ideen: Fernseher, Tablet, Spielekonsolen, Computer, Laptop, digitale Tafeln, Smartphone. Frau Engelbart ergänzte noch um die Smartwatch, den Sprachassistenten (z.B. Alexa), das Radio und das Buch, ja, auch ein Medium.

Smartphone
Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass ca. die Hälfte der Klasse bereits ein Handy besitzt. Weiter ging es mit der Frage Bin ich schon süchtig? Um das herauszufinden, wurde ein kleines Spiel gespielt. Frau Engelbart las eine Frage vor und dazu drei Antworten. Jedes Kind musste überlegen, welche Antwort die passende ist und dann aufstehen/1. Antwort, sitzen bleiben/2. Antwort oder den Kopf auf den Tisch legen/3. Antwort.

Fazit von Frau Engelbart am Ende des Spiels: Die Klasse 4a ist noch nicht handysüchtig!

Danach gab es noch Tipps für ein entspanntes Smartphone-Leben:

  • Handygarage – Auszeit für das Handy/für alle Familienmitglieder
  • Handyzeit – das Handy darf nur zu bestimmten Uhrzeiten oder für eine gewisse Zeit genutzt werden; Antworten der 4a dazu: z.B. bis 18.00 Uhr, bis 20.00 Uhr, 1 Std. zum Zocken, 2 Std. Handyzeit, ab 20.00 Uhr bis 7.00 Uhr komplett aus
  • Jugendschutzeinstellungen nutzen
  • kein Smartphone beim Lernen oder über Nacht
  • Flugmodus aktivieren (keine Nutzung des Internets mehr möglich, man bekommt keine Nachrichten mehr …)
  • beim Zocken einen Wecker oder Timer stellen und nach der abgelaufenen Zeit wirklich aufhören zu spielen
  • Dinge ohne Smartphone unternehmen: draußen spielen, basteln, ein Buch lesen, Sport treiben, zum Fußballverein gehen, Brettspiele spielen …

Messenger und Apps
Hier staunt man immer, wie sicher unsere Mädchen und Jungen schon anhand der Symbole die verschiedenen Messenger benennen können. Interessant wurde es, als es um die Altersbeschränkungen bezüglich der Messenger ging. Da waren unsere Kids doch erstaunt, was sie alles noch nicht benutzen dürfen.

Besonders geschockt waren sie darüber, dass WhatsApp erst ab 13 und YouTube sowie Spotify erst ab 16 freigegeben sind (FSK). Dafür gibt es natürlich auch Gründe, die Frau Engelbart intensiv mit den Schülerinnen und Schülern klärte. Z.B. können über WhatsApp unbekannte Menschen anrufen, Spam Nachrichten verschickt werden. Man kann sich bei YouTube theoretisch alle Filme ansehen, es gibt keinen Filter, also kann ein Kind sich auch Filme mit Gewalt oder sexuellen Handlungen ansehen und das ist nicht gut. Bei Spotify kann man sich Musik herunterladen mit Inhalten wie Schimpfwörtern, Beleidigungen oder auch mit gewalttätigen Texten.

Deshalb müssen Eltern einwilligen, wenn ein Kind die Apps nutzen möchte. Sind sie dagegen, darf man die Apps erst ab dem 18. Lebensjahr nutzen.

Aufgrund der negativen Folgen erhöhter Mediennutzung ist in Australien die Nutzung sozialer Medien erst ab dem 16. Lebensjahr erlaubt. In Deutschland wird das zz. noch diskutiert. Man denkt darüber nach, ein ähnliches Verbot zu erteilen, allerdings mit der Begrenzung auf das 14. Lebensjahr.

Die Klasse 4a zeigte im Rahmen der Diskussion zu diesem Thema, dass die Kinder es gar nicht so schlimm fanden, wenn diese Regelung in Deutschland kommen sollte. Die Klasse 4b hingegen fand diese Vorstellung ganz schlimm.

Cybermobbing
Zu diesem Thema zeigte Frau Engelbart erst einmal einen kleinen Film. Danach ging es um die Aufarbeitung des Films:

  • Cybermobbing ist Mobbing im Internet
  • Cybermobbing kann auf den Plattformen passierten, aber auch im Gruppenchat
  • hierbei handelt es sich z.B. um Beleidigungen durch Worte oder sogar um Bedrohungen, um die Verbreitung von Lügen und Gerüchten
  • Veröffentlichung von privaten Fotos und Videos/ohne Erlaubnis
  • Ausschluss aus Gruppenchats (ohne Begründung/Gespräch im Vorfeld)
  • ständige Belästigungen

Erschreckende Zahlen: Jedes 10. Kind in der Grundschule und jedes 4. Kind in der weiterführenden Schule ist/war bereits von Cybermobbing betroffen!

Tipps gegen Cybermobbing:

  • Bleib immer misstrauisch! Sag deinen echten Namen nicht! Gib keine Adresse, Telefonnummer etc. weiter!
  • Such dir Hilfe!
  • Sammle Beweise! (z.B. Beweisfoto vom Chatverlauf/Screenshot)
  • Blockiere Nummern oder Accounts!
  • Melde solche Vorfälle! – bei den Plattformen, ggf. sogar bei der Polizei

WhatsApp – Der Klassenchat (gilt auch für alle anderen Gruppenchats)

Fotos und Videos
Weltweit werden am Tag 5.000.000.000 Fotos mit Handykameras geschossen. Dabei muss man Folgendes beachten:

  • keine fremden Menschen zu fotografieren/ohne Erlaubnis
  • das Recht am eigenen Bild, d.h., ich darf verbieten, dass man mich fotografiert
  • keine peinlichen Fotos zu verbreiten
  • fremden Menschen keine Fotos zu schicken, auch wenn sie sich das wünschen

KI – künstliche Intelligenz oder auch AI – Artificial Intelligenz (engl. Begriff)

  • Musik kann z.B. heute auch mit KI erstellt werden
  • Bilder/Videos können damit erstellt bzw. bearbeitet werden
  • man kann mit ChatGPT chatten – Erklärung dazu von unseren Kids „wie ein Chat mit einem Roboter“, „fühlt sich manchmal aber an, als wäre es eine echte Person“

Am Schluss spielte Frau Engelbart mit den Kindern noch das Spiel KI oder echt? – Das Quiz. Die Kinder mussten sich entscheiden, ob das gezeigte Foto ein echtes Foto ist oder durch KI erstellt wurde. Gar nicht so einfach! Aber man staunte, wie gut die Kinder ihre Meinung begründen konnten.

Hinweise auf ein durch KI erstelltes Foto können sein: der Hintergrund ist oft verschwommen, wenige Schatten, es wirkt unecht, zu perfekt.

Die Kinder der Klasse 4a zeigten heute an allen Themen ein großes Interesse, konnten ihr Wissen gut darstellen und berichteten sehr gerne von eigenen Erlebnissen, sie waren kaum zu stoppen. Es gongte. Oje! Man war bereit, auf die Pause zu verzichten, um noch weitermachen zu können. Das zeigte das große Interesse an diesem Thema! Aber dann ging es doch ab in die Pause! (Go)